Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
Eis & Technik
- Themen
- Eisherstellung, Eistemperatur, Eisaufbereitung, Eismeister, Hallengeschichte
- Für
- Fans, Vereine, Hallenbetreiber
Warum Eis ein Thema für sich ist
Für Zuschauer ist Eis einfach Eis. Für Athleten, Trainer und Hallenbetreiber ist es dagegen ein hochsensibles Sportgerät. Ein Eiskunstläufer braucht etwas weicheres Eis, damit die Kufe bei Sprüngen greift und Landungen abfedert. Ein Eishockeyteam will hartes, schnelles Eis, auf dem der Puck flach bleibt. Und im Curling hängt jeder Wurf davon ab, ob die Oberfläche perfekt eben ist und der Pebble stimmt.
Die Artikel in diesem Bereich
- [Eis herstellen & Eistemperatur](/lexikon/eissport/eis-temperatur): Wie aus Wasser eine Kunsteisfläche wird, wie dick sie ist, und welche Temperaturen für welche Sportart üblich sind.
- [Eisaufbereitung & Eismaschine](/lexikon/eissport/eisaufbereitung): Was die Eismaschine zwischen den Dritteln macht und warum sie warmes Wasser aufträgt.
- [Eismeister](/lexikon/eissport/eismeister): Der Beruf hinter dem perfekten Eis, mit Aufgaben, Know-how und Verantwortung.
- [Geschichte der Eishallen](/lexikon/eissport/eishallen-geschichte): Vom zugefrorenen See zur Multifunktionsarena.
Eis und Sport: Zusammenhänge im Lexikon
Viele Fachbegriffe im Lexikon haben direkt mit dem Eis zu tun: Warum Pucks gekühlt werden, steht unter Puck, wie Curlingeis gesprenkelt wird unter Pebbling. Wie die Kufe beim Eisschnelllauf möglichst lange Kontakt zum Eis hält, erklärt der Klappschlittschuh.
Eishallen in deiner Nähe, inklusive öffentlicher Laufzeiten, findest du in unserem Eishallen-Verzeichnis. Spiele und Wettkämpfe stehen im Eissportkalender.
Häufige Fragen kurz beantwortet
- Wie dick ist Hallen-Eis? Meist nur wenige Zentimeter, Details unter Eis herstellen.
- Warum fährt die Eismaschine mit warmem Wasser? Weil es sich besser mit dem alten Eis verbindet, siehe Eisaufbereitung.
- Wer kümmert sich um das Eis? Die Eismeister einer Halle, oft im Schichtdienst.
- Seit wann gibt es Kunsteis? Seit 1876, mehr dazu in der Geschichte der Eishallen.
- Warum ist Curlingeis rau? Wegen des Pebbles.
Ob Eishockey, Curling oder Eiskunstlauf: Wer die Technik hinter dem Eis versteht, schaut Spiele und Wettkämpfe mit anderen Augen. Plötzlich fällt auf, warum ein Puck im dritten Drittel öfter springt, warum Curlingsteine am Ende eines Spiels anders laufen oder warum Eiskunstläuferinnen nach der Aufbereitung als Erste auf frischem Eis starten wollen.
Eis & Technik: alle Lexikon-Einträge
Antriebseinheit der Eismaschine
Die Antriebseinheit ist das Kraftzentrum der Eismaschine: Ein Verbrennungsmotor oder ein Elektroantrieb bewegt das Fahrzeug und treibt zugleich die Hydraulik an, die Conditioner, Förderschnecken und Bürste in Gang setzt.
Eis herstellen & Eistemperatur je Sportart
Kunsteis entsteht, indem auf eine gekühlte Betonplatte mit Kühlrohren in vielen dünnen Schichten Wasser aufgetragen wird. Die fertige Eisschicht ist meist nur wenige Zentimeter dick. Je nach Sportart wird das Eis unterschiedlich temperiert: für Eishockey und Eisschnelllauf kälter und härter, für Eiskunstlauf etwas wärmer und weicher.
Eisaufbereitung & Eismaschine (Zamboni)
Die Eismaschine hobelt eine dünne Schicht vom Eis ab, sammelt den entstehenden Schnee ein, reinigt die Oberfläche und trägt einen dünnen Film warmes Wasser auf, der zu einer glatten neuen Eisschicht gefriert. Die erste solche Maschine baute Frank Zamboni 1949 in Kalifornien.
Eismeister: der Beruf hinter dem perfekten Eis
Eismeister sind für Herstellung, Pflege und Qualität der Eisfläche in Eishallen verantwortlich. Sie fahren die Eismaschine, überwachen Kälteanlage und Hallenklima, bauen das Eis zu Saisonbeginn auf und passen es an die jeweilige Sportart an.
Eisspeedway (Ice Speedway)
Eisspeedway ist ein Motorradrennsport auf Eisovalen. Die Maschinen fahren mit langen Metallspikes in den Reifen, wodurch extreme Schräglagen in den Kurven möglich sind. Meist treten vier Fahrer über wenige Runden gegeneinander an.
Geschichte der Eishallen und Kunsteisbahnen
Jahrhundertelang war Eissport an Natureis und kalte Winter gebunden. 1876 eröffnete in London mit dem Glaciarium die erste Kunsteisbahn. Seitdem machten Kältetechnik, überdachte Hallen und moderne Arenen Eissport zu jeder Jahreszeit und an fast jedem Ort möglich.
Hydraulik- und Steuerungssystem der Eismaschine
Das Hydraulik- und Steuerungssystem bewegt die Arbeitsaggregate der Eismaschine präzise und zuverlässig: Eine Pumpe baut Öldruck auf, Ventile verteilen ihn, Zylinder und Hydraulikmotoren setzen Conditioner, Schnecken und Schneebehälter in Bewegung, gesteuert vom Fahrer über Hebel und Display.
Natureis vs. Kunsteis
Natureis entsteht ohne Technik durch Frost, etwa auf Seen oder gefluteten Flächen. Kunsteis wird mit Kältemaschinen erzeugt, die Rohre unter der Eisfläche kühlen. Kunsteis ist planbar und gleichmäßig, Natureis hängt vom Wetter ab, bietet aber besondere Erlebnisse.
Schneid- und Fördersystem der Eismaschine
Im Schneid- und Fördersystem findet die eigentliche Eisbearbeitung statt: Ein Hobelmesser im Conditioner schält eine dünne Schicht von der Oberfläche, und Förderschnecken transportieren den entstandenen Eisschnee in den Schneebehälter.
T-Blade: das Wechselkufensystem für Schlittschuhe
T-Blade ist ein Kufensystem für Eishockey- und Freizeitschlittschuhe, bei dem die Lauffläche nicht geschliffen, sondern als austauschbarer Runner gewechselt wird. Holder, Stabilisator, Runner und Clips lassen sich farblich kombinieren; das System wird auf Schuhe etablierter Hersteller montiert.
Wasch- und Finishersystem der Eismaschine
Das Wasch- und Finishersystem reinigt die frisch gehobelte Eisfläche und baut die neue Schicht auf: Waschwasser spült Schmutz aus Rillen und wird wieder abgesaugt, danach verteilt ein Tuch (Finisher) einen dünnen Film Eiswasser, der zur glatten Oberfläche gefriert.
Wassertanksystem der Eismaschine
Das Wassertanksystem speichert das Wasser für die Eisaufbereitung und verteilt es kontrolliert: Sauberes Eiswasser wird hinter dem Conditioner ausgebracht, und je nach Modell nimmt ein eigener Kreislauf das verschmutzte Waschwasser wieder auf.
Zamboni: Geschichte der Eisbearbeitungsmaschine
Die Zamboni ist die bekannteste Eisbearbeitungsmaschine der Welt. Erfunden hat sie der Kalifornier Frank J. Zamboni, der 1949 ein erstes funktionierendes Modell für seine eigene Eisbahn baute. Der Markenname steht heute weltweit für die Maschine, die in Pausen das Eis glättet.
Quellen & weiterführende Links
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Weiterlesen im Lexikon
Fachbegriff
Pebbling: warum Curlingeis Noppen hat
Pebbling bezeichnet das Aufsprühen feiner Wassertropfen auf Curlingeis. Die Tropfen gefrieren zu winzigen Noppen, dem „Pebble“. Der Stein liegt nur auf diesen Spitzen auf, gleitet dadurch weiter und läuft seine typische Kurve.
Fachbegriff
Puck: Maße, Material und warum er eingefroren wird
Der Puck ist die Hartgummischeibe im Eishockey: 2,54 cm dick, 7,62 cm im Durchmesser und 156 bis 170 Gramm schwer. Vor dem Spiel wird er tiefgekühlt, weil gefrorenes Gummi weniger springt und gleichmäßiger über das Eis gleitet.

