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    Zamboni: Geschichte der Eisbearbeitungsmaschine

    Die Zamboni ist die bekannteste Eisbearbeitungsmaschine der Welt. Erfunden hat sie der Kalifornier Frank J. Zamboni, der 1949 ein erstes funktionierendes Modell für seine eigene Eisbahn baute. Der Markenname steht heute weltweit für die Maschine, die in Pausen das Eis glättet.

    3 Min. Lesezeit Stand: IceHub Redaktion

    Inhaltsverzeichnis
    1. Vom Eisblock zur Eisbahn
    2. Das Problem: Eis glätten dauerte ewig
    3. Das Model A
    4. Durchbruch durch Sonja Henie
    5. Wie die Maschine funktioniert
    6. Ein Markenname wird zum Begriff
    7. Kurioses rund um die Zamboni
    8. Häufige Fragen
    9. Quellen

    Steckbrief

    Zamboni: Geschichte der Eisbearbeitungsmaschine

    Erfinder
    Frank J. Zamboni (1901–1988)
    Erstes Modell
    Model A, 1949
    Ort
    Paramount, Kalifornien
    Patent
    1953 erteilt

    Vom Eisblock zur Eisbahn

    Frank J. Zamboni wurde 1901 in Utah geboren, als Sohn italienischer Einwanderer. In den 1920er-Jahren zog er nach Südkalifornien und betrieb mit seinem Bruder Lawrence in Paramount zunächst ein Geschäft für Elektro- und Kältetechnik. Sie stellten unter anderem Eisblöcke her, mit denen Händler Obst und Gemüse kühlten. Als Kühlschränke dieses Geschäft verdrängten, suchten die Brüder eine neue Verwendung für ihr Wissen über Kälte.

    1940 eröffneten sie die Eisbahn Iceland in Paramount, damals eine der größten Eisflächen in den USA. Die Bahn gibt es bis heute.

    Das Problem: Eis glätten dauerte ewig

    Damals wurde Eis von Hand aufbereitet. Ein Traktor zog einen Hobel über die Fläche, danach schoben mehrere Arbeiter die Späne weg, spritzten Wasser auf und zogen es glatt. Das dauerte lange, und in dieser Zeit stand die Bahn leer. Zamboni wollte das ändern: eine Maschine, die hobelt, die Späne aufnimmt, wäscht und neues Wasser aufträgt, alles in einem Durchgang und von einer Person bedient.

    Das Model A

    Nach mehreren Prototypen stellte Zamboni 1949 das Model A fertig. Es war auf einem Jeep-Fahrgestell aufgebaut und sah eher nach Bastelarbeit aus, erfüllte aber seinen Zweck. Die Maschine reduzierte die Aufbereitungszeit drastisch. 1953 erhielt Zamboni ein Patent auf seine Erfindung.

    Durchbruch durch Sonja Henie

    Den Durchbruch verdankt die Maschine auch der norwegischen Eiskunstläuferin und Hollywood-Schauspielerin Sonja Henie. Sie trainierte in Paramount, sah die Maschine und bestellte eine für ihre Eisshow-Tournee. Bald wollten auch andere Eisbahnen und Eishockeyteams eine Zamboni. 1954 setzten die Boston Bruins als eines der ersten NHL-Teams eine Maschine ein. Bei den Olympischen Winterspielen 1960 in Squaw Valley kam eine Zamboni bei Olympia zum Einsatz und wurde dadurch international bekannt.

    Wie die Maschine funktioniert

    Das Prinzip ist seit Jahrzehnten gleich. Ein scharfes Messer hobelt eine dünne Schicht vom Eis. Eine Schnecke schiebt die Späne zu einem Förderer, der sie in einen Schneebehälter vorne an der Maschine transportiert. Gleichzeitig wird Wasser aufgetragen, das Schmutz löst und wieder abgesaugt wird. Am Ende legt ein Tuch eine dünne Schicht warmes Wasser auf, das schnell und glatt gefriert. Details stehen im Eintrag Eisaufbereitung.

    Ein Markenname wird zum Begriff

    „Zamboni“ ist ein eingetragenes Warenzeichen. Trotzdem nennen viele Menschen jede Eisbearbeitungsmaschine so, ähnlich wie bei Tempo oder Jeep. Das Unternehmen achtet allerdings darauf, dass der Name korrekt verwendet wird. Neben Zamboni gibt es weitere Hersteller, zum Beispiel Engo aus Slowenien und Resurfice aus Kanada. Moderne Maschinen fahren zunehmend elektrisch, weil Abgase in geschlossenen Hallen problematisch sind. Wer die Maschine fährt und was ein Eismeister sonst tut, erklärt der Eintrag Eismeister.

    Kurioses rund um die Zamboni

    • Im Februar 2020 musste in der NHL ein Notfall-Torhüter einspringen: David Ayres, der als Fahrer von Eisbearbeitungsmaschinen in Toronto arbeitete. Er hielt mehrere Schüsse und gewann mit den Carolina Hurricanes gegen die Toronto Maple Leafs.
    • In den Peanuts-Comics von Charles M. Schulz, einem großen Eishockeyfan, taucht die Zamboni mehrfach auf.
    • Frank Zamboni wurde nach seinem Tod in mehrere Ruhmeshallen aufgenommen, darunter die US Hockey Hall of Fame.
    • Die Pausenfahrt der Maschine ist in vielen Hallen ein kleines Ritual. Kinder winken dem Fahrer, und manche Teams verlosen eine Mitfahrt.

    Häufige Fragen

    +Wer hat die Zamboni erfunden?

    Frank J. Zamboni aus Paramount, Kalifornien. Sein erstes funktionierendes Modell entstand 1949.

    +Ist Zamboni ein Markenname?

    Ja. Viele nennen jede Eisbearbeitungsmaschine so, es gibt aber auch andere Hersteller.

    +Wie funktioniert eine Zamboni?

    Sie hobelt eine dünne Eisschicht ab, nimmt die Späne auf, wäscht das Eis und trägt eine dünne Schicht warmes Wasser auf.

    Quellen & weiterführende Links

    1. Zamboni Company – History
    2. Wikipedia: Frank Zamboni
    3. Wikipedia: Eisbearbeitungsmaschine

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