Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
Synchroneiskunstlauf
- Sportart
- Eiskunstlauf
- Englisch
- Synchronized Skating
- Teamgröße
- 16 auf dem Eis
- WM seit
- 2000 (ISU)
- Olympisch
- nein
Eiskunstlauf als Teamsport
Synchroneiskunstlauf (kurz „Synchro“) ist die einzige Mannschaftsdisziplin im Eiskunstlauf. Ein Team von 16 Läufern bewegt sich wie ein einziger Körper über das Eis. Tempo, Präzision und absolute Gleichzeitigkeit sind das Ziel. Schon ein einzelner Fehler fällt sofort auf.
Formationen und Elemente
Die Grundelemente tragen geometrische Namen:
- Block: Reihen hintereinander, die sich gemeinsam bewegen.
- Kreis: ein oder mehrere Kreise, die sich drehen, oft gegenläufig.
- Linie: eine oder mehrere Linien, die über das Eis wandern.
- Rad (Wheel): Speichen, die um eine gemeinsame Mitte rotieren.
- Intersection: Zwei Gruppen fahren mit hohem Tempo durcheinander hindurch, eines der spektakulärsten Elemente.
Dazu kommen Hebungen, Pirouetten, Twizzles und Schrittfolgen. Mehrfachsprünge wie im Einzellauf sind nicht vorgesehen.
Wettbewerb und Bewertung
Wie im Einzel gibt es ein Kurzprogramm und eine Kür. Bewertet wird nach dem ISU-Wertungssystem mit Levels, GOE und Programmkomponenten. Auf internationaler Ebene dominieren Teams aus Finnland, Kanada, Schweden und den USA.
Geschichte
Synchroneiskunstlauf entstand in den 1950er Jahren in Nordamerika, zunächst als Showeinlage bei Eishockeyspielen. Die ISU erkannte die Disziplin später offiziell an und trägt seit 2000 Weltmeisterschaften aus. Eine Aufnahme ins olympische Programm wird seit Jahren diskutiert, ist aber bisher nicht erfolgt.
Einstieg
Synchro ist eine gute Möglichkeit, Eiskunstlauf im Team zu erleben, auch für Läuferinnen, die im Einzel keine Mehrfachsprünge zeigen. Viele Vereine haben Teams vom Nachwuchs bis zu Erwachsenen. Vereine findest du über Teams & Vereine.
Was Synchro so schwierig macht
Im Einzellauf muss eine Läuferin nur auf sich selbst achten. Im Synchro müssen 16 Personen gleichzeitig dieselbe Kante, dieselbe Armhaltung und dasselbe Tempo treffen, und das oft in Formationen, die sich bei hoher Geschwindigkeit drehen oder durchkreuzen. Abstände von weniger als einer Armlänge sind normal. Deshalb trainieren Synchroteams sehr viel gemeinsam, oft auch ohne Eis mit Choreografieproben im Trockenen.
Bewertet werden unter anderem:
- Einheitlichkeit: Alle Teammitglieder führen Schritte und Haltungen identisch aus.
- Formationsgenauigkeit: Linien sind gerade, Kreise rund, Abstände gleich.
- Tempo und Fluss: Das Team bewegt sich mit Geschwindigkeit, ohne zu stocken.
- Übergänge: Wechsel zwischen Elementen sind fließend und kreativ.
Altersklassen
International gibt es Wettbewerbe für Senioren, Junioren und Novice. Auf nationaler Ebene kommen weitere Klassen für Nachwuchs und Erwachsene hinzu, darunter Teams für Masters- und Adult-Läuferinnen, die erst als Erwachsene mit dem Synchro begonnen haben.
Häufige Fragen
+Wie viele Personen laufen im Synchroneiskunstlauf?
Auf internationaler Senior-Ebene stehen 16 Läufer gleichzeitig auf dem Eis, dazu kommen Ersatzleute.
+Ist Synchroneiskunstlauf olympisch?
Nein, bisher nicht. Die Disziplin hat aber eigene ISU-Weltmeisterschaften seit 2000.
+Gibt es Synchronteams in Deutschland?
Ja, mehrere Vereine haben Synchronteams in verschiedenen Altersklassen. Sie sind in der Deutschen Eislauf-Union organisiert.
Quellen & weiterführende Links
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Weiterlesen im Lexikon
Sportart
Eiskunstlauf
Eiskunstlauf verbindet Athletik und Ausdruck: Läufer zeigen zur Musik Sprünge, Pirouetten und Schrittfolgen, die von einem Preisgericht nach dem ISU-Wertungssystem bewertet werden. Olympische Disziplinen sind Einzellauf, Paarlauf, Eistanz und der Teamwettbewerb.
Disziplin
Eistanz
Eistanz ist eine olympische Disziplin des Eiskunstlaufs, in der ein Paar zu Musik vor allem Schrittfolgen, Tanzhaltungen, Twizzles und kurze Hebungen zeigt. Anders als im Paarlauf gibt es keine Wurfsprünge und keine Mehrfachsprünge.
Disziplin
Paarlauf
Paarlauf ist eine olympische Eiskunstlauf-Disziplin für eine Frau und einen Mann. Typisch sind spektakuläre Elemente wie Überkopfhebungen, Wurfsprünge, Twist-Lifts und die Todesspirale, dazu synchron gesprungene Einzelsprünge.
Fachbegriff
Wertungssystem im Eiskunstlauf (IJS, GOE, PCS)
Seit 2004 wird Eiskunstlauf nach dem ISU Judging System (IJS) bewertet. Die Gesamtpunktzahl setzt sich aus dem technischen Wert (Basiswert der Elemente plus Ausführungsnote GOE) und den Programmkomponenten zusammen, abzüglich eventueller Abzüge, etwa für Stürze.

