Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
Eistanz
- Sportart
- Eiskunstlauf
- Olympisch seit
- 1976
- Teilnehmer
- Paar
- Programme
- Rhythmustanz + Kürtanz
- Keine
- Mehrfachsprünge, Würfe
Tanzen auf dem Eis
Eistanz ist die Disziplin des Eiskunstlaufs, die dem Gesellschaftstanz am nächsten kommt. Ein Paar läuft fast die gesamte Zeit in engem Kontakt und interpretiert Musik mit präzisen Schritten, Kantenwechseln und Tanzhaltungen. Entscheidend sind Rhythmus, Synchronität und Musikalität, nicht Sprunghöhe.
Rhythmustanz und Kürtanz
Ein Wettbewerb besteht aus zwei Teilen:
- Rhythmustanz: Die ISU legt für jede Saison ein Thema bzw. Tanzrhythmen fest, etwa lateinamerikanische Rhythmen oder Musik einer bestimmten Epoche. Enthalten sind vorgeschriebene Musterschritte („Pattern Dance“) sowie weitere Pflichtelemente.
- Kürtanz: Mehr Freiheit bei Musik und Choreografie, mit einer festgelegten Zahl an Elementen wie Hebungen, Twizzles, Schrittfolgen und Tanzpirouetten.
Typische Elemente
- Twizzles: schnelle, wandernde Drehungen auf einem Fuß, die beide Partner synchron zeigen müssen.
- Tanzhebungen: Anders als im Paarlauf darf der Partner die Partnerin nicht über Kopf heben. Hebungen sind zeitlich begrenzt.
- Schrittfolgen: im Kontakt oder nebeneinander, über das ganze Eis.
- Tanzpirouetten: gemeinsame Drehungen in Tanzhaltung.
Mehrfachsprünge und Wurfsprünge sind nicht erlaubt. Auch die Trennung der Partner ist nur kurz zulässig.
Bewertung
Wie alle Disziplinen wird Eistanz nach dem ISU-Wertungssystem bewertet. Elemente erhalten Level und GOE, das Paar dazu Programmkomponenten. Weil kleine Ungenauigkeiten in der Synchronität sichtbar sind, sind im Eistanz oft winzige Punkteabstände entscheidend.
Geschichte
Eistanz entwickelte sich aus dem Gesellschaftstanz auf Eis, vor allem in Großbritannien. Weltmeisterschaften gibt es seit den 1950er Jahren, olympisch ist Eistanz seit 1976 in Innsbruck. Unvergessen ist der Bolero-Kürtanz von Jayne Torvill und Christopher Dean bei Olympia 1984 in Sarajevo, der von allen Kampfrichtern die Höchstnote für den künstlerischen Eindruck erhielt.
Einstieg
Viele Eistänzer kommen aus dem Einzellauf. Für den Wechsel ist ein passender Partner die größte Hürde. Vereine mit Eistanzgruppen findest du über Teams & Vereine.
Musik und Themen
Im Eistanz spielt die Musik eine noch größere Rolle als in anderen Disziplinen. Im Eistanz war Musik mit Gesang schon früher zugelassen, seit der Saison 2014/15 ist sie in allen Disziplinen erlaubt. Für den Rhythmustanz legt die ISU jedes Jahr ein Thema fest. Das Paar muss die vorgegebenen Rhythmen so interpretieren, dass Schritte und Musik exakt zusammenpassen. Kampfrichter achten darauf, ob die Schritte auf den Takt gesetzt werden.
Eistanz vs. Paarlauf: der schnelle Überblick
| Eistanz | Paarlauf | |
|---|---|---|
| Sprünge | keine Mehrfachsprünge | ja |
| Hebungen | Tanzhebungen, nicht über Kopf | Überkopfhebungen |
| Würfe | nein | ja |
| Schwerpunkt | Schritte, Rhythmus, Synchronität | Athletik, Elemente |
Häufige Fragen
+Was ist der Unterschied zwischen Eistanz und Paarlauf?
Im Paarlauf gehören Sprünge, Wurfsprünge, Überkopfhebungen und Todesspiralen zum Programm. Im Eistanz stehen Schritte, Rhythmus und Partnerarbeit im Vordergrund, große Sprünge und Würfe sind nicht erlaubt.
+Was sind Twizzles?
Schnelle, fortlaufende Drehungen auf einem Fuß, die sich über das Eis bewegen. Im Eistanz müssen beide Partner sie synchron ausführen.
+Seit wann ist Eistanz olympisch?
Seit den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck.
Quellen & weiterführende Links
Redaktionell recherchiert und gegen Verbands- und Regelwerksangaben geprüft. Fehler gefunden? Schreib uns über die Kontaktseite.
Weiterlesen im Lexikon
Disziplin
Paarlauf
Paarlauf ist eine olympische Eiskunstlauf-Disziplin für eine Frau und einen Mann. Typisch sind spektakuläre Elemente wie Überkopfhebungen, Wurfsprünge, Twist-Lifts und die Todesspirale, dazu synchron gesprungene Einzelsprünge.
Fachbegriff
Wertungssystem im Eiskunstlauf (IJS, GOE, PCS)
Seit 2004 wird Eiskunstlauf nach dem ISU Judging System (IJS) bewertet. Die Gesamtpunktzahl setzt sich aus dem technischen Wert (Basiswert der Elemente plus Ausführungsnote GOE) und den Programmkomponenten zusammen, abzüglich eventueller Abzüge, etwa für Stürze.
Sportart
Eiskunstlauf
Eiskunstlauf verbindet Athletik und Ausdruck: Läufer zeigen zur Musik Sprünge, Pirouetten und Schrittfolgen, die von einem Preisgericht nach dem ISU-Wertungssystem bewertet werden. Olympische Disziplinen sind Einzellauf, Paarlauf, Eistanz und der Teamwettbewerb.
Disziplin
Synchroneiskunstlauf
Synchroneiskunstlauf ist eine Mannschaftsdisziplin des Eiskunstlaufs: 16 Läufer zeigen zu Musik exakt synchrone Formationen wie Block, Kreis, Linie und Rad. Die ISU trägt seit 2000 Weltmeisterschaften aus, olympisch ist die Disziplin bisher nicht.

